stein - seele - mensch

veronica  heierth - hug
'licht'- bilder edler steine

 

 

Aus der Begegnung mit dem Edelsteinexperten Klaus Synowzik entwickelte sich die Idee, das Licht, das Feuer edler Steine auf Papier zu bannen. In vielen Versuchen stellten sich Pastellkreiden als das ideale Medium heraus

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stein -seele - mensch
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vernissage juli 2004

 

Feueropal:
Tor zum Universum
Ankauf Wittenstein AG
Dezember 2004

Ausstellung / Edelsteinbilder im Atrium Wittenstein

Stein Seele Mensch

25. Wittenstein-Ausstellung mit
Künstlerin Veronica Heierth-Hug

C.A.T. Schroedinger

Eine akademisch-künstlerische Ausbildung im herkömmlichen Sinne hat sie nicht. Sie hat Architektur studiert. Doch neben viel Autodidaktischem hat Veronica Heierth-Hug ihr künstlerisches Rüstzeug sich natürlich bei ihren etablierten Kollegen und Kolleginnen geholt, auch wenn sie sich keiner von deren künstlerischen Vereinigungen angeschlossen hat. Dennoch gehört sie zu den künstlerischen Entdeckungen des neuen Jahrtausends in der Region. Edle Steine haben es ihr angetan. Wie andre Künstler das Wesen von Blumen, Stilleben, Landschaften, Menschen zu erfassen suchen, tut Veronica Heierth dies mit Smaragden, Rubinen, Saphiren... Die Wittenstein AG hat sie nun zur 25. Ausstellung in ihr Atrium eingeladen. C. Adrian Timon Schroedinger führte das nachfolgende Interview mit der Künstlerin

CAT Schroedinger: Weshalb Edelsteinbilder und nicht Blumen. Landschaften und Stilleben?

Veronica Heierth-Hug: Ich male doch Landschaften. Zum einen finden sich meine Kalenderblätter, die ich vor einigen Jahren schon - das war im (lacht) letzten Jahrtausend - gemalt habe, in der Ausstellung, zum andern unterscheiden sich diese Aquarelle gar nicht so sehr von meinen Edelsteinbildern. Auch da kann der Betrachter in meinen Versuchen, das Licht aus der Tiefe einzufangen, Landschaften entdecken. Das ist allerdings wie beim Betrachten ziehender Sommerwolken: jeder sieht 'was anderes.

CAT Schroedinger: Und weshalb Edelsteine?

Veronica Heierth-Hug: Da sind zwei Dinge zusammen gekommen. Zum einen habe ich damals ein Buch über 'die Heilkraft der Steine' gelesen, mehr so aus der Distanz, weil mir das Thema doch arg esoterisch vorkam - schlichte Glaubenssache. Zum anderen begegnete ich damals bei einer Edelstein-Ausstellung einem Menschen, der für Edelsteine lebt und mich für das Thema begeisterte: Klaus Synowzik, der mit den Steinen nicht nur handelt, sondern überall auf der Welt selber sucht und ausgräbt, für gute Stücken um die halbe Welt reist und zu jedem größeren Stein eine Geschichte erzählen kann. Er hat mir solch ein Teil in die Hand gelegt, einen dunkelroten Sternrubin, etwa so groß wie mein Daumen hier, oval..., ein richtiger Handschmeichler, ein wunderschöner Stein. Erst zwei Jahre später habe ich dann erfahren, dass ein Sammler Klaus dafür 8 Millionen Mark geboten haben soll. Aber um den geldlichen Wert der Steine geht es bei mir gar nicht. Meine mir liebsten sind meine Feuerreiskörner, zwei kleine, reiskorngroße, orangefarbene Feueropale aus Mexico.

CAT Schroedinger: Wie gehen Sie da vor, wenn Sie -ihre Ausstellung heißt Stein Seele Mensch - das Licht der Edelsteine auf Papier bannen?

Veronica Heierth-Hug: Das ist ein eher intuitiver Vorgang. Manchmal trage ich einen Stein tagelang in der Hosentasche mit mir herum unterm Taschentuch, neben dem Klimpergeld. Und je nach Tageszeit, wenn ich den Stein herausziehe und betrachte, sieht er anders aus, löst bei mir und anderen Betrachtern andere Gefühle aus, ein anderes Erleben. In einer Art Meditation versuche ich mich in den Stein hineinzudenken, und was ich dabei sehe und empfinde, das versuche ich dann in meine Hände fließen zu lassen, die zu den Farben greifen und übers Papier huschen, Farben, Formen zeichnen, die wirklich aus dem Innersten heraus gemalt werden. Nur selten kommen dann, wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, ein paar Striche hinzu, die der Verstand meint, verbessern zu müssen.

CAT Schroedinger: Soviel zu 'Seele'. Und der Mensch?

Veronica Heierth Hug: Der Mensch ist er selber. Jeder Betrachter für sich. Ich sagte doch schon, das ist wie bei den Wolken. Jeder kann daraus für sich selber etwas anderes ziehen. Der eine sieht Landschaften, der andere hat beim Betrachten irgendwelche Gefühle und wenn er die einem Dritten verdeutlichen will und ihn zum gemeinsamen Betrachten holt, dann hat sich das Bild schon wieder verändert, denn das Beschreiben des eigenen Innern, das man beim Betrachten fühlt, verändert dieses Gefühl bereits, verändert das Empfinden, verändert das Bild. Das ist wie das Leben selbst, ein ständiger Fluss. Zu diesem Thema gibt es unzählige Bücher... für mich ist das wie in Hermann Hesses Geschichte 'Pictors Verwandlungen'. Da geht es auch um einen 'Karfunkelstein'. Karfunkel, das sind rote Granate.

CAT Schroedinger: Sie malen mit Pastellkreide. Warum?

Veronica Heierth-Hug: Es ist ein sehr leichtes Material, das nur ganz lose eine Verbindung mit dem Papier eingeht, so dass aus dem weißen Widerschein des Papiers - weiß ist ja nichts anderes als das komplette Spektrum des Sonnenlichts - die aufgetragenen Farben von allen Seiten beleuchtet, sozusagen. Pastellkreide liefert keinen festen, unveränderbaren Farbauftrag, ist nichts Starres. Die Farbe lässt sich mit den Händen, mit den Fingern verwischen, in vielfältiger Dichte aufs Papier bringen. Sie ist das, was ich über die Seele gesagt habe, etwas Leichtes, etwas Schwebendes, aber auch, wenn unter Druck verdichtet, etwas deutlich Fassbares, eine klare Kontur, etwas Undurchdringliches - wie ein Knoten in der Seele - das sich aber im Umdrehen, im nächsten Darüberstreicheln verwischt und auflöst. Pastell ist so etwas wie die materielle Entsprechung meiner Vorstellung von Seele, und damit doch das ideale Material für diese Art Bilder.

CAT Schroedinger: Wie kommt jemand wie Sie, die Architektur studiert hat, , dazu solche Bilder zu malen?

Veronica Heierth-Hug: Ich mache doch nichts anderes, als Räume zu entwerfen. Nur halt keine rechteckigen Beton-Zimmerchen mehr. Ich habe in diesen Bildern versucht, innere Räume zu entwerfen, fest zu halten. D.h., fest gehalten sind diese Räume ja in den Steinen, in jenen kleinen Stücken eines festen Koordinatensystems, das der Mensch wohl braucht, um existieren zu können. Das Streben nach materiellem Besitztum "mein Haus, mein Auto, mein Boot" ist doch nichts anderes als der Versuch, mit festen Bezugspunkten ein Koordinatensystem fürs eigene Leben zu schaffen. Vielleicht kommt dazu beim Einen oder Anderen auch "mein Stein" als Ausdruck des Koordinatensystems seiner Seele... Es kommt ja nicht von Ungefähr, dass Esoteriker Steine den Tierkreiszeichen zuordnen, den Jahreszeiten, Stimmungen, Krankheiten, Lebenssituationen. Auch das sind Versuche feste Bezugspunkte zu finden. Und - ich glaube, Ernst Bloch hat gesagt, Architektur sei schon, wenn man einen Stab in den Wüstensand steckt - das ist es doch, warum es in der Architektur geht: Beziehungen zwischen Punkten herzustellen. und daraus Raum entstehen zu lassen. Ein Punkt, das sind Sie als Betrachter, die anderen, das sind meine Bilder.


by

Feueropal:
Feuerreis
Roter Granat:
dolore
Rubin:
stella
Rubin:
Knospe
Roter Saphir:
Wal

Ankauf N.N.Oktober 2004
Blauer Saphir:
Blume
Iolith:
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